Übersäuerung

Sauer macht lustig sagt ein bekanntes Sprichwort. Doch wenn es um die Gesundheit geht, ist die Übersäuerung des Körpers alles andere als lustig.

Säuren sind chemische Verbindungen, die Wasserstoff enthalten. Die bekanntesten Säuren sind Salzsäure, Phosphorsäure und Schwefelsäure.                                       Basen sind dagegen chemische Substanzen, die auch als Laugen bekannt sind. Sie reagieren mir Säuren und bilden Salze. Die wichtigsten Laugen sind Natronlauge und Kalilauge.                                                                                                                              Die Ionen sind elektrisch geladenen Atome. Wenn man Säuren, Basen oder Salze im Wasser löst, werden sie in solche Ionen (positive oder negative) gespalten.                       Der pH Wert ist der Messwert für den Grad der sauren oder basischen Reaktion eines Stoffes. Die Skala reicht von 0 bis 14, wobei 0 den stärksten Säuregrad und 14 die höchste basische Reaktion bezeichnet. Bei 7 ist der neutrale Punkt bei reinem Wasser. Viele Menschen leiden unter Kopfschmerzen, sie fühlen sich schwach und chronisch müde, kämpfen gegen saures Aufstoßen und dauerhafte Verstopfung. Verspannter Nacken, Rückenschmerzen, Hautausschläge, Allergien, Magengeschwüre. Solche Beschwerden sind nicht einfach lokale und organische Krankheitsbilder. Sie sind Anzeichen einer Säurekatastrophe, in der wir uns befinden.      Was hat dazu geführt?     So schön Frieden und Wohlstand auch seien mögen: wir essen noch wie zu Zeiten, als der Mensch eine Schwerstarbeit verrichtet hat. Zuviel Eiweiß, denaturierte Kohlenhydrate, Zucker, andere Genussmittel und vor allem wachsender Stress und Ärger sind die Folge. Genau das sind die wesentlichen Gründe für die Säureflut die unseren Körper überschwemmt. Die Säure ist nicht Ursache aller Krankheiten, doch das Entstehen dieser Krankheiten wird durch die Säure begünstigt. Der gesamte Organismus des Menschen funktioniert am besten im neutralen oder basischen Bereich.  Der Körper kann nur begrenzte Mengen an Säure abarbeiten, deswegen sollen wir durch die falsche Ernährung den Körper nicht zusätzlich belasten. Zu den unangenehmen Folgen einer Übersäuerung gehört ständiger Stresszustand. Der Körper kann sich nicht entspannen. Unser Abwehrsystem wird dauerhaft bei harmlosen Stoffen in Alarm versetzt. Säure hemmt die Verdauung und Ausscheidung von Schadstoffen. Die Gegenmaßnahmen sind aber nicht so ganz einfach. Die Säuren entstehen im Körper durch viele Vorgänge, Basen müssen dem Körper allerdings immer von Außen zugeführt werden.                                     Wodurch aber entstehen die Säuren? Unter anderen durch Verdauen von Eiweiß, Energievorgänge in unseren Zellen, psychische Einflüsse wie Stress, Angst oder Trauer, Bewegungsmangel, Verzehr von Zucker und Süßigkeiten, Kaffee und Rauchen und vieles mehr. Auch durch bestimmte Krankheiten kann der Säurespiegel ansteigen. Säuren und Giftstoffe, die nicht abgebaut werden, lagert der Körper in Fett- oder Bindegewebe ein. Die Kapazität ist jedoch begrenzt Die Engiftungszentrale – Leber und Auscheidungsorgan – Niere leisten hier eine enorme Arbeit. Ohne diese Unterstützung wird das Blut besonders belastet und verliert im schlimmsten Fall die Fähigkeit, uns mit Nährstoffen zu versorgen.Die Messung der Übersäuerung kann man im Blut und im Urin feststellen, wobei die Kontrolle über Urin kann man sogar selbst durchführen. Dazu muss der Wert über den Tag verteilt gemessen werden.

Ballaststoffe, Stärke, Mineralien und Spurenelemente aufgenommen mit der Ernährung, helfen das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen zu halten. Auch Sportarten wie Radfahren, Jogging oder Nordic Walking erhöhen den täglichen Grundumsatz.                Basenliefernde Nahrungsmittel sind u.a.: Kartoffeln, Gemüse, Obst, rohe Milch und Sahne, stille Mineralwässer, Gewürzkräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Majoran, Thymian, Oregano, Dill, Kümmel, Pfeffer und viele andere. Fasten können auch dazu beitragen, dass die Gift- und Schadstoffe ausgeleitet werden und dadurch der Körper entlastet wird.