Transfettsäuren

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In den 50er Jahren machte Dr. Budwig die Entdeckung, dass Transfettsäuren, die durch die Technik der Fetthärtung in der Margarinenherstellung entstehen, Krebs und Kreislauferkrankungen auslösen.

Dabei sollte die Entdeckung der Fetthärtung ein Fortschritt werden, als vor gut 100 Jahren die Chemiker die Fetthärtung erfunden hatten. Diese Entdeckung machte es möglich, dass aus flüssigen Pflanzenölen Fette gemacht wurden, die streichfähig waren und sich somit idealerweise für die Küche eigneten. Hinzu kam die längere Haltbarkeit. Es begann gleichzeitig der Siegeszug der Margarine. Doch zunächst war man sich der schädlichen Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen nicht bewusst.

Transfette finden sich in vielen Nahrungsmitteln

In unserem modernen Essen finden sich überall Transfette. Dazu zählen Pommes, Chips, alle frittierten Lebensmittel wie Chicken Wings, in Berlinern und Blätterteig, Fertigsuppen, Braten-Soßen, Wurst und selbst in Müsliriegeln oder Frühstücksflocken. Seit einem Jahrhundert werden flüssige Öle in festes Fett umgewandelt – ein Prozess, der eine Revolution in der industriellen Ernährungswirtschaft bedeutete. Die Reformhäuser lehnten den Einsatz gehärteter Fette jedoch konsequent ab. Bereits vor 70 Jahren hat man dort eine Margarine entwickelt, die gänzlich ohne diese „schlechten Fette“ auskam.                Sie erhöhen den Cholesterin-Spiegel im Blut, was zur Ausschüttung von Entzündungsstoffen führen kann. Dieser Prozess kann wiederum Arteriosklerose und die Folgen begünstigen. Das Gefährliche daran ist, dass die Transfettsäuren vom Körper nicht als Schadstoffe erkannt werden und wie normale Fettsäuren in den Zellen eingebaut werden. Sie kommen hauptsächlich in Fast-Food-Gerichten, Backwaren und Fertiggerichten vor. Hinweise auf die gefährlichen Transfettsäuren lassen sich den Bezeichnungen „gehärtetes Pflanzenfett“ und „pflanzliches Fett teilweise gehärtet“ entnehmen.

Was hat das Cholesterin damit zu tun?                                                                         Reines Cholesterin lagert sich nur schwer in Zellwänden ein. Oxidiertem Cholesterin gelingt dies jedoch wesentlich leichter. Zudem begünstigt es die Ablagerung von Kalzium in den Arterien. Dies birgt wiederum die Gefahr der Verkalkung von Gefäßwänden, wodurch der optimale Blutfluss nicht mehr gewährleistet wird. So genannte Sauerstoffradikale sorgen dafür, dass sich das Cholesterin in oxidiertes Cholesterin umwandelt. Dieses Oxycholesterin kommt ebenfalls in Fertiggerichten vor. Gefährliche Bestandteile stellen hier zum Beispiel Sprühfette, sowie Ei- und Milchpulver dar. Majonnaise, Nudeln, Eiscreme, Fertigsaucen, aber auch Pudding und Gebäck können die Bestandteile tragen. Antioxidantien sorgen dafür, dass der Sauerstoff gebunden und so die Entstehung von Oxycholesterin verhindert wird. Die Aufnahme von Vitamin C, Vitamin E und B-Carotin ist daher entscheidend. Antioxidantien sind vor allem enthalten in Lebensmitteln, wie Olivenöl, Sonnenblumenöl und Distelöl, also Lebensmitteln mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren.

Der Abbau der gesättigten Fettsäuren hingegen regt die Cholesterinbildung an. Darüber hinaus enthalten sie nur geringe Anteile von Antioxidantien. Dies erklärt warum eine ausgewogene Ernährung und Balance zwischen ungesättigten und gesättigten Fettsäuren so wichtig ist.