Blutgruppe „0“

← zurück zu Bluttgruppen und Ernährung

Die dominierende Blutgruppe „0“ war zur Zeit unserer Vorfahren gekennzeichnet durch einen aggressiven und schlauen Jäger. Dieser Typ strebte instinktiv nach einer starken Position, ließ die Schwachen zurück, damit die Mehrheit überleben konnte. Manche Aspekte dieser Blutgruppe sind auch in der heutigen Zeit unverzichtbar: Führungskraft, Extroversion, Energie, Zielstrebigkeit. Im Idealfall können „0“ Typen kraftvoll und produktiv sein, aber unter großem Stress können sich schnell die Schattenseiten zeigen. Dieser Typ erzeugt unter Streß eine große Menge von Katecholaminen, was in der heutigen Zeit nicht unbedingt ein Segen bedeutet. Völlig überzogener Ärger, Wutanfälle und Hyperaktivität gehören zu dieser Blutgruppe. Da eine starke Beziehung zwischen der Ausschüttung von Dopamin und ausgeprägten Gefühlen der Belohnung, Verstärkung und des Glücks besteht, ist der „0“ Typ, wenn er müde, zornig, deprimiert und gestresst ist, besonders anfällig für destruktive Verhaltensweisen. Wenn durch falsche Ernährung oder Umgang mit der Kraft ein Ungleichgewicht entsteht, dann ist diese Blutgruppe anfällig für eine Reihe von negativen Auswirkungen wie Insulinresistenz, Schilddrüsenunterfunktion, Ödeme, Gewichtzunahme, Entzündungen, Arthritis und verschiedene Allergien.

Die Krankheitsrisiken für die Blutgruppe „0“

– Tendenz bei Stress einen hohen Katecholaminspiegel aufzubauen, weil der Spiegel des Abbauenzyms MAO (Monoaminoxydase) niedrig ist. Daraus resultiert eine Unausgewogenheit des Neurotransmiters Dopamin. Menschen reagieren bei Krisen sofort ohne richtig nachzudenken, haben überhöhte Emotionalität und Hyperaktivität. Neigen zu Stimmungswechsel, sind extrovertiert und kontrollierend. Dadurch können manische Depressionen, Herzkrankheiten, Parkinson, Schizophrenie und Abhängigkeiten (Drogen, Medikamente) entstehen.
– Überproduktion von Magensäure und Pepsinogenausschüttung unterstützt effiziente Verdauung von tierischen Eiweißen. Daraus resultieren die meisten Magengeschwüre, Entzündung des Magens und Duodenums.
– Ein hoher Spiegel von interstinaler alkalischer Phosphatase bewirkt eine leichte Aufspaltung von Fetten und dadurch Schutz gegen Herzkranzgefäße.
– Bei Stoffwechsel zeigen sich erniedrigte Blutgerinnungsfaktoren, was zu „dünnerem“ Blut und Blutgerinnungsstörungen führt. Schlechte Verwertung von Kohlenhydraten führt zu Ödemen und der Zunahme von Fettgewebe. Erhöhung der Triglyceridwerte fördert die Insulinresistenz und führt zu Schilddrüsenunterfunktion und Herzerkrankungen.
– Das Immunsystem produziert große Mengen von Antigenen gegen die Blutgruppen A und B und erhöht dadurch das Risiko von Autoimmunkrankheiten wie Entzündungen im Darm.
– Hohe Konzentration von IgE- und IgA-Antikörpern steigert die Empfindlichkeit gegen Pollen (Allergien der Atemwege) und ermöglicht aggressive Immunreaktion.

Tipps für die Blutgruppe „0“

– Klarer Plan für Ziele und Aufgaben um Impulsivität zu vermeiden
– keine großen Veränderungen auf Einmal, sondern langsam und schrittweise
– Mahlzeiten sollen sitzend und nicht im Stehen oder unterwegs aufgenommen werden
– keine Entscheidungen oder Geldausgaben bei Stress
– Körperliche Betätigung bei Unruhe und Hektik und Verlangen nach Genussmittel, mindestens aber drei mal in der Woche
– meiden Sie Koffein und Alkohol, vor allem wenn man unter Stress steht. Sie erhöhen nur die Adrenalinwerte
– bei Heißhunger auf Weizen lieber ein Stück mageres Fleisch essen
– lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen, besonders bei körperlichen Aktivitäten. Nahrungsmittelentzug bedeutet für Sie noch mehr Stress
– wenn Sie unterwegs sind – Pausen einplanen, damit ein Snack eingenommen werden kann
– Rauchen bedeutet mehr Stress, erzeugt eine chemische Reaktion der Befriedigung
– Reduzierung von Stressanfälligkeiten durch pflanzliche Stoffe wie: Rhodiola rosea, Phytosterine, Vitamin B und Liponsäure, Meiden von MAO-Hemmer wie Johanniskraut
– verwenden Sie Nahrungsergänzungsstoffe wie: L-Tyrosin, 5 HTP (Hydroxytryptophan), Glutamin und Folsäure

Individuelle Diätrichtlinien

– Essen Sie mehrmals in der Woche mageres Fleisch von guter Qualität mit Kräutern und Gewürzen, damit Sie Kraft, Energie und einen guten Stoffwechsel haben
– Essen Sie auch normale Portionen ölhaltiger Tiefseefische. Sie können Entzündungen hemmen, Schilddrüsenfunktion verbessern und Stoffwechsel anregen
– Essen Sie so wenig wie Möglich oder gar keine Milchprodukte, sie sind für Sie schwer verdaulich
– Streichen Sie Weizen und weizenhaltige Produkte aus Ihrem Speiseplan (Ersatz: Dinkelprodukte)
– Essen Sie wenig Bohnen, denn sie sind für die Blutgruppe „0“ wenig geeignet
– Obst und Gemüse ist in verschiedenen Mengen erlaubt
– Anstatt Kaffee trinken Sie den grünen Tee
– als Snack sind Nüsse und Dörrobst empfehlenswert
– Vermeiden Sie eine Schädigung durch Lektine. Am schlimmsten sind: Weizen, Mais, Kindeybohnen, Perlbohnen, Linsen, Erdnüsse und Kartoffeln.

Was führt bei dieser Blutgruppe zu Inslinresistenz und Fettleibigkeit:

– Kohlenhydratreiche Ernährung
– Mangel an essentiellen Fettsäuren, besonders Omega-3 Ölen
– Mahlzeiten überspringen
– raffinierte Zucker und Stärkemittel
– Ballaststoffarme Ernährung, wenig Gemüse und Obst als Antioxidantien
– Verwendung von künstlichen Zuckern
– schädliche Lektine in der Ernährung
– Mangel an Bewegung und sitzende Lebensweise
– Stimulantien wie Kaffee, Rauchen und Alkohol.

Lebensmittelempfehlungen für Blutgruppe „0“

Nahrungsmittel                                  pro Woche, pro Tag/Portion
Fleisch                                               4-6 Portionen, 120-180 g
oder Geflügel                                     3-4 Portionen, 120 g
oder Fisch und Meeresfrüchte          3-5 Portionen, 120-180 g
Eier                                                    3-4 Stück
Käse                                                  0-3 Portionen, 60 g
Joghurt                                              1-2 Portionen, 120-180 g
Öle und Fette                                     täglich 2 EL
Nüsse und Samen                             3 Portionen, 1 EL
Hülsenfrüchte                                    1-2 Portionen, 50 g Trocken
Getreideflocken                                  2-3 Portionen, 30-80 g Trocken
Brot                                                     täglich, 1-2 Scheiben
Pasta                                                  0-2 Portionen 100 g Trocken
Gemüse                                             täglich ohne Beschränkung
Obst                                                   täglich 3-4 Portionen, a 120-150 g