Blutgruppen und Ernährung

Die Blutgruppenernährung gehört zu der großen Gruppe der alternativen Ernährungskonzepte. Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Nahrung hat nach jahrelangen Recherchen der amerikanischer Mediziner Dr. D`Adamo festgestellt. Was bisher fehlte um diese Erkenntnis in eine Lebensstrategie umzusetzen, war ein Code, der die individuellen Nahrungsbedürfnisse berücksichtigt und  entschlüsselt. Die Blutgruppe ist der Schlüssel “der die Tür zu der geheimnisvollen Welt von Gesundheit, Krankheit, Langlebigkeit, körperlicher Vitalität und emotionaler Stärke öffnet” sagte der Naturheiler. Wie kann aber eine Blutgruppe mit unserer Ernährung in Verbindung gebracht werden? Auf dem ersten Blick nicht so einfach, oder doch?

Die Menschen auf der Erde lassen sich in vier Gruppen einteilen: 0, A, B und AB. Die einzelnen Blutgruppen (BG) sind als genetische Anpassung des Menschen an veränderte Lebens- und Umweltbedienungen zu sehen. Diese Entwicklung spiegelt unsere Geschichte wieder. Besonders auffällig ist, dass sich die einzelnen BG in Hinblick auf die Verdauung und eigene Abwehrkräfte am stärksten unterscheiden. Dr. D`Adamo untersuchte jahrelang die Auswirkung der Ernährung auf die bestimmten Gruppen.

Dabei stellte Er langsam heraus, dass für die Menschen mit der BG 0 eine vorliebe zu tierischen Eiweißen hatten, des Fleisch war für Sie recht bekömmlich. Für Menschen mit der BG A dagegen war pflanzliches Eiweiß viel zuträglicher. Menschen mit der BG B waren ausgewogene Allesesser, sie haben genauso gut Fleisch wie auch Milchprodukte, Gemüse und Getreide vertragen. Schließlich Menschen mit der BG AB haben einen empfindlichen Verdauungstrakt gezeigt wo die ausgewogene Mischkost die besten Resultate ergab.

Blutgruppe 0 – die Fleischesser

Sie entstand ca 40 000 vor Christus, die Menschen waren damals hauptsächlich als Jäger unterwegs. Als dann um 20 000 v. Chr. diese Gruppe vollständig nach Europa und Asien eingewandert war, dezimierte sie die Wildbestände so stark, dass andere Nahrungsquellen gesucht werden mussten. Der Mensch wurde zum Allesesser. Diese BG ist die häufigste in der Bevölkerung mit ca. 40%.

Blutgruppe A – die Vegetarier

Sie tauchte als zweite Gruppe erstmals in der Jungsteinzeit (25 000 – 15 000 v. Chr.) auf, vermutlich in Asien. Diese Menschen waren sesshaft geworden, lebten in häuslichen, landwirtschaftlichen Gemeinschaften. Sie haben gelernt Getreide anzubauen und das Vieh zu züchten. Der Fleischkonsum ging zugunsten der pflanzlichen Nährstoffe rapide zurück.   Die höchste Konzentration an Menschen mit der BG A finden wir unter Westeuropäern – ca. 43-45% hat diese Gruppe.

Blutgruppe B – die (fast) Allesesser

Sie entstand zwischen 15 000 und 10 000 v. Chr. in den Bergen des westlichen Himalajas. Diese Menschen lebten vorwiegend in Südostasien. Ihre Nahrung bestand aus der Haltung von Tieren wie Rinder, Ziegen und Schafe wo Milch- und Agrarprodukte ziemlich wichtige Rolle gespielt haben. Sie verzehrten auch größere Mengen von fermentierten Milchprodukten. Die Träger diese BG bekamen in den Genen eine Anpassungsfähigkeit und widertandsfähiges Immunsystem. Die meiste Gruppe dieses Typs befindet sich in Indien, nördlichen China und Korea. In Mitteleuropa sind es 8 – 11% der Bevölkerung.

Blutgruppe AB – der moderne Mensch

Die jüngste aller Gruppen entstand wohl erst vor ca. 1000 bis 1500 Jahren. Nur 4 – 5 % aller Mitteleuropäer haben diese BG. Dies ist ein Ergebnis der Vermischung von verschiedenen Völkern mit den BG A und B. Das Immunsystem von diesen Menschen weist besondere Eigenschaften aus. Es ist in der Lage spezielle Antikörper gegen bakterielle Erreger zu bilden, so dass Autoimmunkrankheiten selten eine Rolle spielen. Dafür kann aber eine größere Anfälligkeit gegen bestimmte Krebserkrankungen bestehen. Der Verdauungstrakt ist recht empfindlich.

Um herauszufinden, warum die gleiche Kost von Menschen mit verschiedenen BG nicht gleich gut vertragen wird, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bestimmte Eiweißstoffe in der Nahrung eine entscheidende Rolle spielen. Diese Eiweißlektine sind den spezifischen Immunstoffen der Blutgruppen sehr ähnlich. Das bedeutet: sobald wir ein Nahrungsmittel essen, das unsere BG nicht bekommt, wird der Immunsystem alarmiert. Diese Lektine wirken auf die verschieden BG ähnlich wie die Antigene. Sie regen die Produktion von bestimmten Antikörpern an, die die Angreifer gezielt unschädlich machen. Die Folgen sind, nach D`Adamo, Verklumpung oder sogar Zerstörung unserer Blutzellen. Der gesamter Stoffwechsel und das Hormonhaushalt kommen aus dem Gleichgewicht. Die Organe wie Leber, Niere, Magen oder Gehirn werden in der Funktion beeinträchtigt. Ein ziemlich bekanntes Lektin ist z.B. Gluten in den Getreiden. Da die gleichen Lektine die Zellen anderer BG verschonen, gehen die Experten davon aus, dass dieselben Nahrungsmittel verschieden auf die jeweiligen BG reagieren. Genau genommen richtet nur ein Bruchteil der Lektine schaden an. Die anderen tun uns gute Dienste und sind somit wertvoll für unseren Körper.

Mit der Blutgruppendiät ist es ganz leicht sich gesund zu ernähren und dabei sein Idealgewicht zu erreichen. Sie müssen auch nicht von heute auf morgen die bisherigen Essgewohnheiten auf den Nagel zu hängen. Sie wählen einfach aus der Vielfalt der Nahrungsmittel diese, die für Ihre BG vorteilhaft und bekömmlich sind. In meiner Praxis bekommen Sie eine Liste von Lebensmittel die genau für Ihre BG abgestimmt sind. Fragen Sie einfach nach.