Was ist Spagyrik?

Die Geschichte der Spagyrik reicht weit zurück.
Der Ursprung des Wortes wird dem Arzt und Alchemisten Paracelsus zugeschrieben.
Es beschreibt die Wortkombination spao = ich trenne und ageiro = ich verbinde.
Hierbei werden pflanzliche, mineralische und tierische Ausgangssubstanzen mit Hilfe chemischer Verfahrenstechniken, die als charakteristisch für die alchemistische Verfahrensweise gelten, zu Spagyrika (Einzahl: Spagyrikum) verarbeitet
Ausgehend von alten spagyrischen Traditionen wurde in den siebziger Jahren ein ganzheitliches Therapiesystem, die Spagyrik ins Leben gerufen.
Wasserdampf wird durch die Substanz, deren Informationen er aufnimmt, hindurchgeführt und danach sofort abgekühlt.
Der Dampf kondensiert zu so genanntem „Informationswasser“, d.h. zum Destillat.
Der nach der Destillation verbleibende Rückstand wird vollständig verascht.                 Dann werden flüssige und feste Bestandteile zusammengeführt.
Heute werden verschiedene Heilsysteme zusammenfassend mit dem Begriff Spagyrik bezeichnet. Das therapeutische Ziel ist die positive Beeinflussung einer imaginären „Lebenskraft“ und damit die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Die verwendeten Verfahren unterscheiden sich in den einzelnen Herstellungsschritten deutlich voneinander.
Sechs Verfahren (Krauß, Pekana, Strathmeyer, Zimpel, Glückselig, von Bernus) sind im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) als standardisierte Herstellungsvorschriften enthalten. Die nach dem HAB hergestellten Fertigarzneimittel werden rechtlich wie homöopathische Arzneimittel behandelt: ihr Inverkehrbringen bedarf der behördlichen Genehmigung (Zulassung, Registrierung), an die Herstellungsbedingungen gelten strenge Anforderungen.